Mai 2026 Thema CIPM Polyneuropathie

Am 6.5.2026 besuchte Frau Bösel, Onkologische Fachkraft am Krankenhaus Buchholz die Gruppe.
Sie gab einen Einblick über die CIPN, eine Polyneuropatie, die als Nebenwirkung der Chemotherapie
vielen Patienten Schmerzen bereitet.

Die Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie (CIPN) ist eine häufige, oft chronische Nervenschädigung als Nebenwirkung neurotoxischer Krebsmedikamente (z. B. Platin-Derivate, Taxane). Symptome wie Kribbeln, Taubheit, Schmerzen oder Gangunsicherheit treten typischerweise „strumpf- und handschuhförmig“ auf. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität. Betroffene der Gruppe berichten von
starker Kälteempfindlichkeit, die den Alltag stark beeinträchtigen. Bei Darmkrebs wied Oxilpatin in der Chemotherapie angewandt.

Wichtige Aspekte der CIPN:

  • Häufigkeit: Ca. 20-60 % der Behandelten entwickeln Symptome, die nach der Therapie oft Monate bis Jahre anhalten können.
  • Symptome: Sensible Störungen (Taubheit, Brennen), motorische Probleme (Muskelschwäche) und autonome Symptome.
  • Ursachen: Häufige Auslöser sind Platinverbindungen (Oxaliplatin, Cisplatin), Taxane (Paclitaxel) und Vinca-Alkaloide.
  • Verlauf: Die Symptome können sich bessern, in ausgeprägten Fällen jedoch irreversibel sein.
  • Management: Frühzeitige Meldung an das Behandlungsteam ist entscheidend, um die Chemotherapie-Dosis anzupassen und die Lebensqualität zu erhalten.